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Zum Thema "Ex"

Seit über 50 Jahren entwickelt und fertigt Knick explosionsgeschützte Betriebsmittel in der von der chemischen Industrie bevorzugten Zündschutzart Eigensicherheit „i“. Die Produktpalette der zugelassenen Geräte umfasst Normsignaltrenner, Speisetrenner und Temperaturmessumformer sowie Geräte für die Flüssigkeitsanalyse, Systeme für die vollautomatische Prozessanalyse und Wechselarmaturen. Die Zulassungen erfolgen nach den IECEx-Normen, den ATEX-Regularien und für den nordamerikanischen Bereich nach UL, FM und CSA sowie weiteren regionalen Standards.

Die Zündschutzart Eigensicherheit „i“ basiert auf der Begrenzung von Spannungen und Strömen bzw. Leistungen, um zündfähige Funken oder unzulässige Erwärmungen sicher zu vermeiden. Die höchstzulässigen Werte wurden in umfangreichen Versuchsreihen von der Physikalisch- Technischen Bundesanstalt (PTB) und weiteren Instituten ermittelt und in die entsprechenden Normen umgesetzt. In Europa dienen heute die verschiedenen Normenwerke EN 60079, EN 61241 und EN 13463 als Grundlage für die Entwicklung explosionsgeschützter Betriebsmittel.

Die neuesten Richtlinien und Bestimmungen zum Thema Explosionsschutz werden von Knick immer zeitnah umgesetzt und kontinuierlich bereits in die Geräteentwicklung integriert.

Explosionsschutz

Der Explosionsschutz wurde in den letzten Jahren sehr dynamisch weiterentwickelt; dies wird sich auch in Zukunft fortsetzen. Ein großer Teil der Arbeit wurde und wird hierbei von der International Electrotechnical Commission (IEC) geleistet. Hier entstanden auch die Normenreihen
– IEC 60079 „Electrical apparatus for explosive gas atmospheres“ und
– IEC 61241 „Electrical apparatus for use in the presence of combustible dust“,
die jetzt weltweit als Grundlage für die jeweilige nationale Normung dienen. In Europa fordert die Richtlinie 94/9/EG einen allumfassenden Explosionsschutz für elektrische und für nichtelektrische Betriebsmittel. Diese Forderung wurde umgesetzt, indem die obengenannten IEC-Normen zu EN-Normen wurden – zusätzlich ergänzt durch die EN 13463 „Nichtelektrische Betriebsmittel für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen“.

In die aktuellen Normungsstände wurden verschiedene Änderungen eingefügt; im Folgenden nur einige Beispiele:
– Eigensicherheit „i“, Einführung der Zündschutzart ic, zusätzlich zu ia, ib
– Vergusskapselung „m“, Aufteilung in die Zündschutzarten ma, mb, mc
– Einführung der Gruppe III für explosionsfähige Staubatmosphären, unterteilt in IIIA, IIIB, IIIC
– Einführung der Angabe des Geräteschutzniveaus EPL (Equipment Protection Level): Ga, Gb, Gc für Gas und Da, Db, Dc für Staub

Die Richtlinie 94/9/EG fordert weiterhin, dass „der technische Erkenntnisstand, der sich schnell ändert, unverzüglich und soweit wie möglich angewendet werden muss“. Hier gilt die Vermutung, dass der neueste Stand der Normung auch den neuesten Stand der Technik widerspiegelt. Die Geräte müssen daher regelmäßig an den neuesten Normungsstand angepasst werden. Die Normen selbst werden zumeist in 3- bis 5-jährigem Abstand erneuert.

Da in jedem Gerät mehrere Normen zur Anwendung kommen, die natürlich nicht alle zum selben Zeitpunkt ersetzt werden, bedeutet das für den Hersteller eine kontinuierliche Überarbeitung der Geräte. Dies kann dazu führen, dass sich die Kennzeichnung, der Einsatzbereich oder auch die elektrischen Daten ändern. Bei jeder Nachbestellung sollte der Anwender aus diesem Grund prüfen, ob die entsprechenden Geräte noch seine Ansprüche erfüllen. Für bestehende Anlagen und die dort eingesetzten Geräte gilt weiterhin der Bestandsschutz.

Weltweite Entwicklungen

Nicht nur innerhalb der Europäischen Union, sondern auch global entwickelt sich der Explosionsschutz weiter. Als besonders relevant wird hierbei die Vereinheitlichung der Normen angesehen, damit eine Zulassung in vielen Ländern Gültigkeit hat. Angestrebter Idealfall ist eine einzige, weltweit geltende Zulassung.

Ein derartiges System ist vorhanden, es baut auf den IEC-Normen auf und ist allgemein als IECEx-System bekannt. Obwohl viele Staaten an diesem System mitarbeiten, werden die IECEx-Zulassungen selbst erst von wenigen Staaten akzeptiert.

In den Ländern, in denen die IECEx- Zulassungen nicht anerkannt werden, können allerdings nationale Zulassungen auf Grundlage der IECEx-Zulassungen erfolgen.

Immer häufiger erhalten daher elektrische Betriebsmittel als erste Zulassung ein IECEx Certificate of Conformity (IECEx CoC) nach IECEx-Norm. Darauf aufbauend werden dann die Zulassungen für den ATEX-Raum, für Nordamerika, für Asien usw. durchgeführt (IECEx CoC sind zugänglich unter www.iecex.com). Die IECEx-Normen sind nach dem Zonensystem aufgebaut, das sich weltweit durchsetzen wird. Das in den USA und in Kanada gebräuchliche Division-System wird trotzdem noch lange erhalten bleiben – besonders in den USA, wo entsprechende Neuanlagen immer noch errichtet werden dürfen. Beide Systeme – das Zonen- und das Division-System – kommen in den USA und in Kanada bislang wahlweise zur Anwendung; eine Vermischung ist allerdings nicht zulässig.

Ex-Qualitätssicherungssysteme

Für die Entwicklung und/oder Fertigung von Ex-Geräten werden von den verschiedenen Zulassungssystemen bzw. Zulassungsstellen Ex-Qualitätssicherungssysteme gefordert. Die Einhaltung der entsprechenden Standards wird durch regelmäßige Audits kontrolliert. So finden z. B. die Audits für IECEx und für ATEX alle 3 Jahre statt, mit einem Zwischenaudit jeweils nach der Hälfte der Zeit. FM, CSA und UL auditieren alle 3 Monate im Stammwerk und in den Fertigungsstätten.

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